London befürchtet Engpässe bei Medizinprodukten durch Brexit

Die Regierung in London hat Lieferanten von Medizinprodukten im Land wegen des bevorstehenden Auslaufens der Brexit-Übergangsphase dazu aufgerufen, Vorräte anzulegen. Ziel sei es, auf britischem Boden Medikamente und andere Medizinprodukte für sechs Wochen vorzuhalten, hiess es in einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums am Montag. Das sei umso wichtiger, weil durch die Coronavirus-Pandemie die Versorgung mit vielen Gütern bereits jetzt schon schwierig sei.
03.08.2020 21:05

Grossbritannien hat die EU zwar bereits Ende Januar verlassen, gehört aber bis Jahresende noch zum EU-Binnenmarkt und zur Zollunion. Die Gespräche über ein Anschlussabkommen stecken derzeit fest. Ohne Einigung droht zum Jahreswechsel ein harter wirtschaftlicher Bruch mit Zöllen und Handelshemmnissen. Eine Frist zur Verlängerung dieses Übergangszeitraums liess London Ende Juni ungenutzt verstreichen.

Im schlimmsten Fall müsse mit einem reduzierten Verkehrsfluss am Ärmelkanal gerechnet werden, hiess es in der Regierungsmitteilung weiter. Der Fokus müsse nun darauf liegen, die Folgen für die Versorgung mit Medizinprodukten abzufedern./cmy/DP/he

(AWP)