Luftverkehr - Streit zwischen Rom und Paris wirkt negativ auf Alitalia

Der Streit zwischen Italien und Frankreich droht sich negativ auf die Zukunft der maroden Airline Alitalia auszuwirken.
10.02.2019 08:11
Ein Embraer-Jet der Alitalia, wie er für kurze Strecken eingesetzt wird.
Ein Embraer-Jet der Alitalia, wie er für kurze Strecken eingesetzt wird.
Bild: Bloomberg

Air France-KLM, die Interesse am Einstieg bei der Alitalia signalisiert hatte, habe inzwischen auf den Plan zur Übernahme eines Aktienpakets an der Fluggesellschaft verzichtet. Dies berichteten italienische Medien in Rom am Wochenende. Air France-KLM hatte mit der US-Airline Delta einen Einstieg bei Alitalia mit einem 40-Prozent-Anteil erwogen.

Vizepremier Luigi Di Maio bestritt, dass der Verzicht von Air France-KLM auf weitere Gespräche für den Einstieg bei Alitalia mit den derzeitigen Spannungen zwischen Rom und Paris zusammenhänge. Air France-KLM habe bereits vor Wochen bekannt gegeben, keine Alitalia-Anteile erwerben zu wollen, erklärte Di Maio, der auch Industrieminister ist und persönlich die Verhandlungen um die Zukunft der Airline führt.

Paris hatte am Donnerstag seinen Botschafter aus dem Nachbarland für Gespräche zurückgerufen. "Das ist kein dauerhafter Rückruf", sagte der französische Regierungssprecher Benjamin Grivaux am Freitag. Di Maio war Anfang der Woche in Frankreich mit französischen "Gelbwesten"-Aktivisten zusammengekommen. Die "Gelbwesten"-Bewegung demonstriert seit Monaten gegen den Präsidenten Emmanuel Macron und die Reformpolitik der Mitte-Regierung. Di Maio bezeichnete sein Treffen mit Vertretern der "Gelbwesten" als vollkommen legitim.

(AWP)