Macron und Trump sprechen über Khashoggi und Abrüstungsvertrag

Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron und sein US-Kollege Donald Trump haben am Telefon über den Tod des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi gesprochen. Wie der Élyséepalast am Montag in Paris mitteilte, teilten die beiden Präsidenten "ihre Besorgnisse" mit Blick auf die Umstände, die zu dem "tragischen Tod" des Journalisten geführt hätten. Das Telefonat fand bereits am Sonntag statt.
22.10.2018 11:54

Deutschland, Frankreich und Grossbritannien hatten von Saudi-Arabien bereits eine glaubhafte Aufklärung der genauen Todesumstände Khashoggis gefordert. Nach offiziellen Angaben Saudi-Arabiens soll Khashoggi bei einer Schlägerei im Istanbuler Konsulat getötet worden sein.

Macron und Trump sprachen auch über die Zukunft des INF-Abrüstungsvertrages, den die USA verlassen wollen. "Der Präsident der (französischen) Republik hat an die Bedeutung dieses Vertrages erinnert, insbesondere für die europäische Sicherheit und unsere strategische Stabilität", berichtete der Élyséepalast. Trump hatte am Wochenende den Ausstieg aus dem Abkommen mit Russland angekündigt.

Ein weiteres Thema der Unterredung war der Syrienkonflikt, dazu wurden aber keine Einzelheiten mitgeteilt. Trump wird am 11. November in Paris erwartet. Anlass ist die grosse Pariser Feier zum 100. Jubiläum des Waffenstillstandes im Ersten Weltkrieg mit zusammen rund 60 Staats- und Regierungschefs./cb/DP/fba

(AWP)