Mark Branson - Finma-Chef sieht Risiken bei Cyberattacken und Immobilien

Der Leiter der Finanzmarktaufsicht des Bundes, Mark Branson, fordert ein Cyberabwehrzentrum für die Schweiz.
13.01.2019 08:35
Finma-Direktor Mark Branson.
Finma-Direktor Mark Branson.
Bild: cash

Branson erklärt in einem Interview mit der "SonntagsZeitung", die Schweiz habe hier Nachholbedarf. "Cyberrisiken bereiten uns grosse Kopfschmerzen, denn der Finanzsektor wird technologisch immer vernetzter und damit immer verletzlicher."

Bisher sei zwar keine Bank durch einen Hackerangriff lahmgelegt worden oder habe massiv Daten verloren. "Aber wir sollten uns nicht in falscher Sicherheit wiegen." Es gehe nicht nur um Kriminalität, sondern auch um Angriffe durch staatliche Stellen oder Attacken durch Terroristen.

Daher sollte es nicht so sehr darum gehen, wo ein solches Kompetenzzentrum des Bundes angesiedelt werde, sondern "dass es schnell kommt und dass es eng mit dem Privatsektor koordiniert wird".

Weitere Risiken sieht Branson im Immobilienmarkt. Es gebe schweizweit gleich viele leer stehende Wohnungen wie Wohnungen im Kanton Schwyz, und es werde weiter rege gebaut. "Sollte es zu einer Korrektur kommen, und sollten Kredite ausfallen, müssen die Banken in der Lage sein, die Verluste zu absorbieren", sagte Branson. Die Finma habe deswegen bei Banken schon mehrfach Kapitalzuschläge angeordnet.

(AWP/cash)