May und Trudeau geben Trump Kontra nach Einreisestopp

Nach dem von US-Präsident Donald Trump verhängten Einreisestopp haben sich die Regierungen Grossbritanniens und Kanadas unmissverständlich distanziert. Kanadas Premierminister Justin Trudeau hiess als Reaktion Flüchtlinge in seinem Land demonstrativ willkommen.
29.01.2017 07:55

"An all jene, die vor Verfolgung, Terror und Krieg fliehen - Kanada wird euch willkommen heissen, ungeachtet eures Glaubens", schrieb Trudeau am Samstag auf Twitter. Seine Botschaft endet mit den Worten: "Vielfalt ist unsere Stärke #WelcomeToCanada (WillkommenInKanada)".

Dazu stellte er ein Foto von sich und einem syrischen Flüchtlingsmädchen, das er im Dezember 2015 persönlich am Flughafen von Toronto willkommen geheissen hatte.

Das Büro der britischen Premierministerin Theresa May erklärte in der Nacht zum Sonntag, die Einwanderungspolitik der USA sei zwar ebenso wie die anderer Länder allein deren Sache. "Aber wir sind mit diesem Ansatz nicht einverstanden, und es ist keiner, den wir verfolgen werden."

Die Anordnung Trumps werde nun auf ihre Bedeutung und juristischen Folgen geprüft. "Wenn es irgendwelche Konsequenzen für britische Staatsangehörige haben sollte, dann werden wir natürlich bei der US-Regierung Einspruch dagegen erheben", hiess es in der Stellungnahme.

Trump hatte weitreichende Einreisebeschränkungen verfügt, um nach eigenen Angaben "radikale islamische Terroristen" aus den USA fernzuhalten. Der Einreisestopp führte dazu, dass Fluggesellschaften Menschen aus den sieben betroffenen mehrheitlich muslimischen Ländern die Reise in die USA verweigerten.

(AWP)