May warnt EU vor 'Bestrafung' Londons und droht Steuersenkungen an

Die britische Premierministerin Theresa May hat die EU davor gewarnt, Grossbritannien für seinen Entschluss zum Brexit zu bestrafen. Sie bezog sich damit auf Spekulationen, die verbliebenen 27 EU-Mitglieder könnten bei den Austrittsverhandlungen einen harten Kurs gegenüber Grossbritannien einschlagen.
17.01.2017 14:07

Ein "bestrafender Brexit-Deal" wäre ein "katastrophaler Akt der Selbstverletzung" sagte May bei einer Grundsatzrede zum Brexit am Dienstag in London und fügte hinzu: "Kein Abkommen ist besser als ein schlechtes Abkommen für Grossbritannien."

Gleichzeitig drohte sie, Grossbritannien könne eine Veränderung seines Wirtschaftsmodells in Betracht ziehen. Sie befeuerte damit Befürchtungen, das Land könne durch eine Absenkung der Körperschaftssteuer zum Steuerparadies werden. "Wir hätten die Freiheit, wettbewerbsfähige Steuersätze festzulegen und Strategien zu wählen, um die besten Unternehmen und grössten Investoren nach Grossbritannien zu locken", sagte May./cmy/DP/stb

(AWP)