Merkel: Europäische Union muss effektiver und besser werden

Berlin (awp/sda/dpa) - Nach dem britischen Votum für einen Austritt aus der Europäischen Union fordert die deutsche Kanzlerin Angela Merkel eine bessere EU-Politik. Die 27 verbleibenden Staats- und Regierungschefs hätten "drei Bereiche identifiziert, in denen wir effektiver und besser werden müssen", sagte Merkel in ihrem am Samstag veröffentlichten wöchentlichen Video-Podcast.
02.07.2016 12:00

"Das ist einmal das ganze Thema Wettbewerbsfähigkeit, Arbeitsplätze, Wachstum", erklärte sie. "Das ist das Thema innere und äussere Sicherheit und auch Terrorismusbekämpfung, aber eben auch Schutz unserer Aussengrenzen in Europa." Und schliesslich müsse man besser werden "bei den Angeboten für die Jugend", sagte die Kanzlerin mit Blick auf die hohe Jugendarbeitslosigkeit in einigen EU-Ländern.

Merkel forderte zudem, die EU müsse "richtig gut" sein in Forschung und Entwicklung. Europa solle "der wettbewerbsfähigste und wissensbasierteste Kontinent auf der Welt sein" - das hätten die EU-Staaten im Jahr 2000 bereits ausgemacht. "Das sind wir heute nicht, aber diesen Anspruch sollten wir uns wieder stellen."

Mit Blick auf den Westbalkan-Gipfel von Balkan- und EU-Staaten am Montag in Paris sagte sie: "Wir kümmern uns darum, dass diese Länder besser zusammenwachsen, gleichzeitig natürlich auch näher an die EU herankommen und damit die Stabilität und auch der Frieden in dieser Region ganz praktisch auch gestärkt wird."

So gebe es inzwischen "ziemlich fixierte Planungen" für neue Verkehrswege zwischen den einzelnen Staaten. "Und jetzt, in Paris, werden wir die Unterschrift setzen unter ein Jugendwerk für die Westbalkan-Staaten, damit sich junge Menschen besser kennenlernen", kündigte die Kanzlerin an.

(AWP)