Minus 12,1 Prozent - Wirtschaftsleistung der Euro-Zone schrumpft gewaltig

Die Wirtschaft in der Euro-Zone ist in der Corona-Krise unter die Räder gekommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) verringerte sich im Zeitraum von April bis Juni zum Vorquartal um 12,1 Prozent.
31.07.2020 11:01
Die Place Denfert-Rochereau in Paris: Frankreichs BIP verringert sich besonders stark.
Die Place Denfert-Rochereau in Paris: Frankreichs BIP verringert sich besonders stark.
Bild: cash

Dies teilte das Europäische Statistikamt Eurostat auf Basis einer vorläufigen Schätzung mitteilte. Dies sei der stärkste Rückgang seit Beginn der Zeitreihe 1995. Experten hatten einen Einbruch in dieser Größenordnung erwartet, nachdem die Wirtschaftsleistung zu Jahresbeginn um 3,6 Prozent zurückgegangen war.

Die Wirtschaft im Euro-Währungsraum war bereits angeschlagen in die Corona-Krise gegangen und steckt nun tief in der Rezession. Auch die beiden größten Volkswirtschaften der Euro-Zone wurden hart getroffen: Während das BIP in Deutschland um 10,1 Prozent schrumpfte, waren es in Frankreich sogar 13,8 Prozent. Dazwischen bewegt sich Italien mit minus 12,4 Prozent. Noch heftiger durchgeschüttelt wurden jedoch die Volkswirtschaften in Portugal.

(Reuters/cash)