Missachtung des Verkaufsverbots - Gewerbeverband droht Coop und Migros mit Anzeige

Der Gewerbeverband stellt Coop und Migros ein Ultimatum, da diese das Verkaufsverbot für nicht lebensnotwendige Güter verletzen würden.
26.04.2020 17:14
Das Zürcher Warenhaus Annahof, betrieben von Coop City.
Das Zürcher Warenhaus Annahof, betrieben von Coop City.
Bild: cash

Während Fachgeschäfte wie Papeterien, Buchhändler, Sportläden und Modeboutiquen auf Geheiss des Bundesrats bis zum 11. Mai geschlossen sind, hielten sich die beiden Grossverteiler nicht an die Rechtsvorschriften, sagte der Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbandes Hans-Ulrich Bigler gegenüber der "Sonntagszeitung".

"Wir erhalten praktisch täglich Meldungen und Bilder, die belegen, dass sich Migros und Coop nicht an die gültige Covid-Verordnung halten." Der Verband droht mit einer Strafanzeige, sollten die Grossverteiler nicht bis Montag die Einhaltung der Vorschriften bestätigen.

"Selbstverständlich halten wir uns an die Sortimentseinschränkungen und setzen die Vorgaben des Bundesrates um", sagte Migros-Sprecher Marcel Schlatter gegenüber der Zeitung. Er räumte aber ein, dass ein Interpretationsspielraum bestehe, da es keine abschliessende Liste gebe und die Kantone und Gemeinden die Verordnung unterschiedlich auslegen würden.

Auch Konkurrentin Coop verweist auf diesen Spielraum. "Coop hält die Sortimentsbeschränkungen unter Berücksichtigung der kantonalen Interpretationen bestmöglich ein", sagt Sprecherin Marilena Baiatu. 

(AWP)

 
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