Nachfrage nach Exportrisikoversicherungen gestiegen - Gewinn von 73 Mio CHF

Die Nachfrage nach einer Absicherung für Exportgeschäfte ist gestiegen, insbesondere für kleinere Geschäfte. Die Schweizerische Exportrisikoversicherung (SERV) stellte im letzten Jahr 956 Versicherungen und grundsätzliche Versicherungszusagen (GV) aus, 92 mehr als im Vorjahr.
29.03.2017 15:17

Gemäss dem am Mittwoch vom Bundesrat genehmigten Geschäftsbericht ging gleichzeitig das Volumen der Neugeschäfte inklusive Zusagen von 7,18 Mrd auf 6,64 Mrd CHF zurück. Dies sei darauf zurückzuführen, dass grössere GV ausgebucht wurden und die kleineren Geschäfte zugenommen haben, schreibt das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) in einer Mitteilung.

Der Bundesrat hatte im vergangenen Jahr den maximalen Verpflichtungsrahmen von 12 auf 14 Mrd CHF erhöht. Nach einem vorübergehend recht markanten Anstieg in der ersten Jahreshälfte sei der Kredit per Ende 2016 noch zu rund 73% ausgenutzt worden, schreibt das SECO.

Am meisten Versicherungspolicen abgeschlossen haben gemäss dem Geschäftsbericht die Chemie- und Pharmabranche mit 1,26 Mrd CHF, der Bereich Schienenfahrzeuge und Bahntechnologie mit 654 Mio CHF, der Maschinenbau mit 400 Mio CHF sowie die Stromerzeugung und -Verteilung mit 305 Mio CHF. Erstmals wurden auch Versicherungen für digitale Dienstleistungsexporte angeboten.

"Eher verhalten" hat sich gemäss Bericht der Markt Iran nach der Lockerung der Sanktionen entwickelt. Die SERV habe vor allem kleinere Geschäfte mitversichert. Jedoch seien grössere Zusagen für mögliche Exporte ausgestellt. Dasselbe gelte für Exporte nach Bahrain, Russland, die Türkei und Argentinien.

Das Gesamtkapital der SERV hat sich mit einem positiven Unternehmenserfolg von 73 Mio CHF Ende 2016 auf 2,69 Mrd CHF erhöht. Die solide Kapitalunterlegung erlaube es der SERV, Krisen zu begegnen und die Exporteure weiterhin zielgerichtet zu unterstützen, schreibt das SECO.

Die Schweizerische Exportrisikoversicherung ist eine öffentlich-rechtliche Anstalt des Bundes. Sie versichert Risiken im Exportgeschäft und bietet damit Versicherungen für Exporteure, Banken und Verbände an, welche von privaten Versicherern nicht abgedeckt werden. Oberste Ziele der SERV sind die Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen in der Schweiz und die Förderung des Exports von Schweizer Unternehmen.

(AWP)