Nächste Runde der Brexit-Verhandlungen um eine Woche verschoben

Grossbritannien und die EU haben sich auf eine Verschiebung der nächste Runde der Brexit-Gespräche um eine Woche verständigt. Nach britischen Angaben soll ab dem 25. September weiterverhandelt werden. Damit solle den Verhandlungsdelegationen "Flexibilität eingeräumt werden, um in der September-Runde Fortschritte zu erzielen", sagte ein Regierungssprecher.
12.09.2017 20:40

Zuvor hatten Diplomaten in Brüssel erklärt, die Verschiebung sei beschlossen worden, weil die britische Premierministerin Theresa May am 21. September eine wichtige Rede zum EU-Austritt halten wolle.

Ursprünglich war der 18. September als Termin für die vierte Runde vereinbart worden. Ein anderer Insider machte "den politischen Kalender" in Grossbritannien verantwortlich.

Die Verhandlungsführer stehen unter Zeitdruck: Bei der dritten Runde der Gespräche im August waren nach EU-Angaben keine signifikanten Fortschritte erzielt worden. Nach dem Treffen im September soll das fünfte am 9. Oktober stattfinden. Am 19. und 20. Oktober ist ein EU-Gipfel angesetzt, auf dem die Staats- und Regierungschefs den Stand bewerten sollen.

Die EU will die Bedingungen des Austritts im Herbst 2018 festgelegt haben, damit alle Mitgliedsstaaten den Vertrag bis zum Brexit-Tag am 29. März 2019 ratifizieren können. Eine Verlängerung der Frist ist laut EU-Verträgen nur durch einen einstimmigen Beschluss aller 28 Länder möglich.

(AWP)