Nationalrat lässt die Frage eines Beteiligungsfonds prüfen

Der Nationalrat will, dass der Bundesrat prüft, ob in der Schweiz ein Beteiligungsfonds geschaffen werden kann. Der Fonds soll vorab Investitionen in exportorientierte Betriebe ermöglichen und neue Möglichkeiten für Investitionen eröffnen.
16.03.2017 12:55

Er nahm am Donnerstag mit 118 zu 69 Stimmen und bei 3 Enthaltungen ein Postulat von Gerhard Pfister (CVP/ZG) an. Pfister hatte von einem Investitionsnotstand gesprochen. Pensionskassen und Nationalbank sässen auf riesigen Geld-Beständen. Investiert werde vor allem in Immobilien. Die Nationalbank habe zudem grosse Devisenreserven.

Pfister verlangte deshalb, über einen neuen Beteiligungsfonds nachzudenken. Dieser könnte exportorientierte Unternehmen stärken respektive Fremdwährungen mit Blick auf das Wohl der Bevölkerung zulegen. Als Beispiel nannte er die Altersvorsorge.

Der Bundesrat lehnte das Postulat ab. Ein solcher Beteiligungsfonds wäre ein starker ordnungspolitischer Eingriff, mahnte Bundesrat Johann Schneider-Ammann. Der Kreditmarkt für Unternehmen funktioniere. Den Exportfirmen würden wegen des starken Frankens vielmehr die Margen wegbrechen. "Das kann ein Beteiligungsfonds nicht lösen."

cp/

(AWP)