Nationalratskommission will günstigere Medikamentenpreise fördern

Mehr Wettbewerb bei den Medikamentenpreisen: Das fordert die Gesundheitskommission des Nationalrats. Sie hat einen Vorentwurf über Preise von Medizinprodukten der Mittel- und Gegenständeliste (Migel) gutgeheissen.
30.08.2019 17:15

In der Migel sind die von den Krankenkassen im Rahmen der obligatorischen Krankenversicherung als Pflichtleistung zu übernehmenden Mittel und Gegenstände geregelt. Die Produkte dienen der Untersuchung oder Behandlung einer Krankheit und werden von den Versicherten direkt oder mit Hilfe einer nichtberuflich beteiligten Person angewendet.

Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) hat bis anhin nicht nur die zu übernehmenden Leistungen, sondern auch Höchstvergütungsbeträge festgelegt. Seit Jahren werden diese teilweise als massiv überhöht kritisiert.

Weil bisher zu wenig passiert ist, will die nationalrätliche Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK) nun selbst handeln. Mit 13 zu 5 Stimmen hiess sie einen entsprechenden Vorentwurf gut, wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst. Neu sollen Preise alleine zwischen Krankenversicherer und Leistungserbringer vereinbart werden. Eine Minderheit beantragt, nicht auf die Vorlage einzutreten.

(AWP)