Neue Plattform für Tumor-Analysen startet in Genf

Genf (awp/sda) - Die Genfer Universitätskliniken (HUG) starten eine Plattform für Erbgutanalysen an Tumorproben. Das gemeinsame Projekt mit dem Schweizer Institut für Bioinformatik soll die Diagnose verschiedener Tumor-Typen erleichtern und den Weg für massgeschneiderte Therapien ebnen.
10.10.2016 13:36

Andere Spitäler sollen ebenfalls Zugang zu der Plattform erhalten, die im Kern aus einem Instrument namens Oncobench besteht. Dieses Analyseinstrument identifiziert Veränderungen im Erbgut von Tumorzellen und erlaubt so, die Tumordiagnostik zu verfeinern, wie die HUG am Montag mitteilten.

Oncobench soll in der klinischen Praxis pro Analyse-Lauf die Sequenz von insgesamt 50 Genen bei Dutzenden Patienten parallel analysieren. Bei komplexen Fällen könne ein Analyse-Lauf auch ganz auf einen Patienten fokussieren und Daten über 400 Gene liefern, hiess es in der Mitteilung.

Mithilfe solcher Daten und ihrer Analyse könnten Onkologen Krebserkrankungen viel genauer diagnostizieren und die Behandlung entsprechend planen. Auch ein erbliches Krebsrisiko liesse sich so genauer bestimmen und präventive Massnahmen besser planen, hiess es von den HUG.

(AWP)