Neue US-Sanktionen gegen Zulieferer des iranischen Raketenprogramms

Die USA haben weitere Zulieferer iranischer Waffenprogramme mit Sanktionen belegt. Die fünf Personen und fünf Firmen sollen unter anderem Teile zum Bau von Raketen eingekauft haben, erklärte das US-Finanzministerium am Donnerstag. Einer der Beteiligten, Hamed Dehghan, soll demnach eine Briefkastenfirma in Hongkong genutzt haben, um für den Iran Elektronik und Bauteile aus den USA im Wert von Dutzenden Millionen US-Dollar zu kaufen.
28.08.2019 18:01

Wegen der Sanktionen wird mögliches Vermögen der betroffenen Firmen und Personen in den USA eingefroren. Zudem ist es US-Bürgern künftig verboten, mit den Firmen Geschäfte zu tätigen. Auch könnten ausländische Finanzunternehmen, die für die Firmen Transaktionen durchführen, mit Sanktionen belegt werden. Zudem könnte jeder, der mit den sanktionierten Personen Geschäfte betreibt, später ebenfalls mit Strafen belegt werden.

Die USA waren im vergangenen Jahr aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran ausgestiegen und haben seither scharfe Wirtschaftssanktionen gegen Teheran wieder in Kraft gesetzt, darunter auch ein Verbot von Ölexporten. Die US-Regierung setzt Sanktionen auch gezielt ein, um Irans Atom- und Waffenprogramm zu untergraben. Erst im Juli hatte Washington mehrere Zulieferer des iranischen Atomprogramms mit Sanktionen belegt./jbz/DP/nas

(AWP)