Neuer BFE-Chef Benoît Revaz kommt aus der Privatwirtschaft

(Meldung nach MK ergänzt)
06.07.2016 16:07

Bern (awp/sda) - Der Bundesrat hat am Mittwoch Benoît Revaz zum neuen Direktor des Bundesamts für Energie (BFE) ernannt. Der 44-jährige Jurist ersetzt per 1. Oktober Walter Steinmann, der in den Ruhestand tritt. Revaz war zuvor bei verschiedenen Unternehmen im Energiebereich tätig.

Seit 2014 ist Revaz Senior Advisor des Beratungsunternehmens E-CUBE Strategy Consultants. Die Firma ist auf Energie- und Umweltfragen spezialisiert, wie das Eidg. Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) schreibt.

Mit Revaz habe der Bundesrat "eine profilierte und führungsstarke Persönlichkeit ernannt", sagte Bundesrätin Doris Leuthard vor den Medien in Bern. Die Erfahrung, die er aus der Privatwirtschaft mitbringe, sei wertvoll. Denn gerade die privaten Unternehmen seien von den anstehenden Veränderungen im Energiebereich sehr betroffen.

Zu seinen zentralen Aufgaben werde die "Begleitung der Umgestaltung der Schweizer Energielandschaft" gehören, sagte Leuthard weiter. Im Zentrum steht die Energiestrategie 2050 des Bundesrats, welche eine Reduktion der fossilen Energien, einen Ausbau bei den erneuerbaren Energien und einen schrittweisen Ausstieg aus der Kernkraft vorsieht.

EOS UND ALPIQ

"Ich freue mich auf die neue Aufgabe", sagte der gebürtige Walliser an der Medienkonferenz. Er werde "alle seine Energie" in die Arbeit einfliessen lassen.

Vor seiner heutigen Tätigkeit bei E-CUBE Strategy Consultants arbeitete Revaz in verschiedenen Funktionen in den ehemaligen Entreprises Electriques Fribourgeoises (heute Groupe E). Zudem war er Mitglied der Generaldirektionen der EOS Holding und des Stromkonzerns Alpiq.

Der zukünftige BFE-Chef verfügt über ein Lizenziat in Rechtswissenschaften und erwarb sich an der Universität von Lugano zusätzlich den Titel eines Executive Master of Science in Communications Management. Zwischen 2005 und 2012 vertiefte er seine Management-Kompetenzen mit Weiterbildungen in Lausanne, London sowie in den USA.

(AWP)