Norweger wollen weniger Geld aus milliardenschwerem Ölfonds abzweigen

Norwegen will künftig weniger Geld aus dem milliardenschweren norwegischen Pensionsfonds entnehmen, der sich aus den Öleinnahmen des Landes speist. Statt bisher vier Prozent sollten nur noch drei Prozent des Wertes des staatlichen Fonds jährlich verbraucht werden, wie die Regierung am Donnerstag in Oslo vorschlug. Darüber hinaus solle der Aktienanteil des Fonds von 62,5 auf 70 Prozent erhöht werden, sagte Norwegens konservative Ministerpräsidentin Erna Solberg bei einer Pressekonferenz. "Der Vorschlag der Regierung stellt eine weiterhin verantwortungsvolle Verwaltung der grossen Öl- und Gasreichtümer sicher."
16.02.2017 15:59

Die Höhe der Entnahmen aus dem Fonds orientiert sich an der erwarteten Höhe der Einkünfte. Experten hatten gewarnt, dass der Fonds in Zukunft weniger abwerfen werde. In den vergangenen Jahren hatte die Regierung ohnehin schon weniger Geld für den Staatshaushalt abgezweigt, als sie gedurft hätte. Aktuell beträgt der Wert des Fonds rund 7,5 Billionen norwegische Kronen (rund 846 Mrd Euro). Der Vorschlag der Regierung soll dem Parlament Ende März vorgelegt werden./wbj/DP/tos

(AWP)