Notfallpläne - Die Fed gibt CS und UBS einen Aufschub

Credit Suisse, UBS und die Deutsche Bank bekommen in den USA ein Jahr mehr Zeit zur Erstellung eines Krisenplans.
31.08.2018 07:18
Im Regen: Zentralen der UBS (links) und Credit Suisse am Paradeplatz in Zürich.
Im Regen: Zentralen der UBS (links) und Credit Suisse am Paradeplatz in Zürich.

Die Institute müssen ihre Vorschläge für eine branchenschonende Abwicklung im Fall einer Insolvenz jetzt erst am 1. Juli 2020 vorlegen. Die US-Notenbank Federal Reserve begründete die Verlängerung am Donnerstag unter anderem damit, dass sie den Banken so noch mehr Rückmeldungen geben könne.

Ein Jahr mehr bekamen auch Barclays aus Grossbritannien und Prudential Financial aus den USA. Eigentlich müssen Grossbanken solche Notfallpläne oder "Testamente" jährlich vorlegen, sie haben aber den hohen Aufwand kritisiert und wiederholt eine Verlängerung bekommen.

Die Deutsche Bank war Ende Juni beim zweiten Teil des US-Stresstests der grossen Geldhäuser als einziges Institut durchgefallen.

Die "Testamente" waren eine Reaktion auf die letzte grosse Finanzkrise, als der Crash der Investmentbank Lehman Brothers 2008 die Weltwirtschaft erschütterte. Erstmals hatten die US-Behörden 2012 detaillierte Abwicklungspläne von den Geldhäusern eingefordert.

(SDA)