Ob Trump oder Clinton: Der Franken wertet immer auf

Der Schweizer Franken entwickelt sich zur perfekten Absicherung für Investoren, die sich gegen Volatilität auf Grund der US-Wahlen schützen wollen.
07.11.2016 11:30
Wer bei den US-Präsidentschaftswahlen auf den Schweizer Franken setzt, kann nicht verlieren.
Wer bei den US-Präsidentschaftswahlen auf den Schweizer Franken setzt, kann nicht verlieren.
Bild: Bloomberg

Nach Ansicht von Analysten der UBS zeigt der Brexit, dass der Franken eine sogenannte Win-Win-Konstellation ist. Falls Donald Trump demnach den Sieg davonträgt – eine Entwicklung, die der Markt nicht gerne sieht wegen dessen protektionistischen Einstellungen – würde der Franken wohl aufwerten. Die Währung gilt traditionell in unruhigen Zeiten als sicherer Hafen auf Grund des Schweizer Leistungsbilanzüberschusses.

Doch selbst wenn Hillary Clinton gewinnt, würde der Franken der Argumentation zufolge wahrscheinlich nicht einbrechen. Aktien und andere höher rentierende Aktiva haben sich nach dem Votum der Briten für einen Austritt aus der Europäischen Union am 23. Juni widerstandsfähig gezeigt, dennoch reagierte der Franken darauf nicht mit einem Einbruch.

Die Verbindung zwischen dem Franken und risikoreicheren Aktiva "ist asymmetrisch seit dem Ergebnis des britischen Referendums gewesen", schreiben der Festverzinslichen-Stratege Nishay Patel und der Ökonom Felix Hüfner in einer Kundennotiz. "Die Erholung bei den Risiko-Aktiva" habe nicht zu "einer grossen Abwertung des Schweizer Franken" geführt.

(Bloomberg)