Obwaldner Kantonalbank darf neuen Hauptsitz nicht im Zentrum bauen

Die Obwaldner Kantonalbank muss ihr seit elf Jahren geplantes Neubauprojekt für den Hauptsitz im Zentrum von Sarnen definitiv aufgeben. Das Bundesgericht hat die 2011 erteilte Baubewilligung aufgehoben. Die Bank setzt nun einen Plan B mit einem Neubau an anderer Stelle im Norden der Gemeinde um.
06.04.2017 09:20

Das Bundesgericht in Lausanne habe als letzte Instanz die Bewilligung für das Bauprojekt an der Bahnhofstrasse aufgehoben, teilte die Obwaldner Kantonalbank mit. Die Unternehmensverantwortlichen sind laut Mitteilung vor allem enttäuscht wegen der langen Verfahrensdauer und des Prozessverlaufs.

Die Bank wird nun für ein Neubauprojekt im Gebiet Feld im Norden unweit der Bahnstation Sarnen Nord einen Studienauftrag lancieren. Sie ist dort in Besitz von rund 8000 Quadratmeter Bauland. Für den Wettbewerb will die Bank Obwaldner Architekten einladen. Ein Fachgremium soll im Herbst 2017 das Siegerprojekt küren.

Das Bundesgericht begründete die Aufhebung der Baubewilligung unter anderem damit, dass das Projekt im Zentrum das Ortsbild von nationaler Bedeutung beeinträchtigt. Der Widerstand gegen den Neubau geht auf eine Einsprache einer Anwohnerin zurück. Diese hatte ursprünglich aber andere Gründe wie etwa Kritik an der Erschliessung vorgebracht.

Die Obwaldner Kantonalbank will ihren heutigen Hauptsitz aus mehreren Gründen erneuern. So machten Hochwasserschäden von 2005, erhöhte Anforderungen an den Brandschutz und mangelnde Statik des heutigen Gebäudes einen Um- beziehungsweise Neubau unumgänglich. Weiter braucht die Bank mehr Platz.

dm

(AWP)