Öffentliche Schulden in Deutschland dank guter Konjunktur gesunken

Die öffentlichen Schulden in Deutschland sind im vergangenen Jahr aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage leicht gesunken. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung waren Ende 2016 zusammen mit rund 2,006 Billionen Euro verschuldet. Das waren 0,8 Prozent weniger als vor Jahresfrist, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag auf der Basis vorläufiger Zahlen mitteilte.
28.03.2017 09:49

Die Verschuldung des Bundes verringerte sich innerhalb eines Jahres um 0,5 Prozent auf rund 1,259 Billionen Euro. Als Gründe nennen die Statistiker den Abbau von Wertpapierschulden und weniger Kassenkredite. Die Länder standen mit 605,2 Milliarden Euro in der Kreide, 1,3 Prozent weniger als Ende 2015. Hohe prozentuale Rückgänge gab es in Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern. Die höchsten Zuwächse verzeichneten dagegen Hamburg und Schleswig-Holstein. "Im Wesentlichen bedingt durch die Übertragung notleidender Altkredite der HSH Nordbank an die neu gegründete "hsh portfoliomanagement AöR"", erläuterten dies die Statistiker.

Der Schuldenstand der Gemeinden und Gemeindeverbände sank binnen Jahresfrist am stärksten - um 1,6 Prozent auf rund 141,9 Milliarden Euro. Die Gemeinden in Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg konnten prozentual besonders viel Schulden tilgen. Der Schuldenstand der Sozialversicherung ging um 0,3 Prozent auf 487 Millionen zurück./irs/DP/fbr

(AWP)