Öffentlicher Verkehr verzichtet künftig auf Druck des Kursbuches

Bern (awp/sda) - Der Öffentliche Verkehr (öV) wird künftig auf den Druck der Gesamtausgabe des Schweizer Kursbuches verzichten. Es bleibt aber digital abrufbar und Städtefahrpläne und regionale Fahrpläne sind weiterhin erhältlich.
03.11.2016 12:25

Die SBB verzeichnet derzeit jährlich 360 Millionen digitale Fahrplanabfragen auf www.sbb.ch oder SBB Mobile. Die Nachfrage nach dem gedruckten Kursbuch ist demgegenüber kontinuierlich zurückgegangen, wie die SBB am Donnerstag mitteilte.

So war das gedruckte Kursbuch in den 80-er- und 90-er-Jahren noch in einer Auflage von rund einer halben Million Exemplaren gedruckt worden. Aktuell betrage die Auflage noch 25'000 Exemplare.

Gemäss den Vorgaben des Bundesamtes für Verkehr (BAV) müssen die Druckkosten durch die Erlöse aus dem Verkauf des Kursbuchs gedeckt werden. Dies sei nicht mehr der Fall. Deshalb habe die öV-Branche beschlossen, ab Fahrplanjahr 2018 auf den Druck der Gesamtausgabe des Kursbuches zu verzichten.

Auf der Internetseite www.fahrplanfelder.ch werden aber auch in Zukunft die Inhalte des Kursbuchs online abrufbar sein. Auch können nach Bedarf die Fahrplanfelder ausgedruckt werden. Die letzte gedruckte Ausgabe des Kursbuches wird in Kürze erscheinen und für 16 CHF am Bahnschalter erhältlich sein.

ANGEBOTE FÜR KUNDEN OHNE INTERNETZUGANG

Gedruckte Städte- und Reigonalfahrpläne sowie Plakate werden an den Bahnhöfen auch weiterhin zur Verfügung stehen. Zudem können am Schalter wie bisher Auszüge für eine gebuchte oder geplante Reise bezogen werden.

Ebenso stünden Infoterminals mit dem aktuellen Online-Fahrplan in den grösseren Bahnhöfen bereit. So könnten sich auch Kunden ohne Internetzugang nach wie vor und umfassend über den Fahrplan im öffentlichen Verkehr informieren und diesen ausdrucken.

Die SBB hat das gedruckte Kursbuch im Auftrag des Bundesamtes für Verkehr (BAV) erstellt. Es besteht aus drei Bänden. Allein Band 1 für Bahnen, Seilbahnen und Schiffe ist über 2100 Seiten stark. Zudem umfassen zwei weitere Bände mit Postauto- und Busverbindungen nochmals 3800 Seiten.

(AWP)