Opel lehnt Hardware-Nachrüstungen weiter ab

Trotz des Drucks der deutschen Bundesregierung auf die Autobauer wehrt sich Opel weiter gegen Hardware-Nachrüstungen für Diesel. Das Unternehmen lehne diese ab, "da sie ökonomisch nicht sinnvoll und technologisch nicht ausgereift sind", teilte Opel am Dienstag in Rüsselsheim mit. Zudem würde es zu lange dauern, die Nachrüstungen durchzuführen. Zugleich erklärte Opel, man habe noch keine Entscheidung über weitere Massnahmen getroffen.
02.10.2018 17:11

"Wir glauben nicht, dass Nachrüstungen funktionieren", sagte der Chef des Opel-Mutterkonzerns PSA , Carlos Tavares, auf der Pariser Automesse. Man könne in die komplexe Technik unter der Motorhaube "nicht einfach reingehen und Dinge verändern und Systeme ersetzen und dann erwarten, dass es funktioniert". Es werde extrem teuer sein: "Niemand wird den Mumm haben, die Verantwortung für die Ergebnisse zu übernehmen."

Die grosse Koalition hatte sich zuvor in Berlin auf ein Konzept geeinigt, wonach Besitzer älterer Diesel in Regionen mit besonders schmutziger Luft Umtauschprämien sowie Hardware-Nachrüstungen angeboten bekommen sollen. Wenn Fahrer von Euro-5-Dieseln eine Nachrüstung wollen, erwartet der Bund demnach "vom jeweiligen Automobilhersteller, dass er die Kosten hierfür einschliesslich des Einbaus übernimmt". Die Haftung sollen die Nachrüstfirmen übernehmen. Das Beschlusspapier lag der Deutschen Presse-Agentur vor./als/sku/DP/stw

(AWP)