Pandemie - Omikron-Virusvariante: Israel schliesst die Grenzen für Ausländer

Im Kampf gegen die Südafrika-Variante des Coronavirus schottet Israel sich ab. Das neue Virus werde früher oder später den Weg in die Schweiz finden, findet die Chefin der wissenschaftlichen Taskforce, Tanja Stadler.
28.11.2021 09:30
Fahne von Israel weht auf den besetzten Golanhöhen an der Grenze zu Syrien.
Fahne von Israel weht auf den besetzten Golanhöhen an der Grenze zu Syrien.
Bild: cash

Die Regierung unter Ministerpräsident Naftali Bennett untersagt Ausländern aus allen Ländern die Einreise. Die Massnahme soll 14 Tage dauern. Zudem solle auch wieder die Handy-Überwachung eingesetzt werden, um Infizierte zu finden.

In Israel ist bislang bei einer Person Omikron bestätigt worden. Zudem gibt es sieben weitere Verdachtsfälle.

Erst vor einigen Wochen hatte Israel - mehr als anderthalb Jahre nach der Schliessung wegen der Corona-Pandemie - seine Grenzen für geimpfte Reisende wieder geöffnet. Ein negativer PCR-Test war Voraussetzung für die Einreise.

Australien meldet derweil zwei bestätigte Omikron-Fälle. Die Gesundheitsbehörden in New South Wales, dem bevölkerungsreichsten Bundesstaat, seien zwei Passagiere positiv auf die neue Coronavirus-Mutante getestet worden. Sie seien am Samstagabend aus dem südlichen Afrika in Sydney angekommen. Auch in Deutschland, Grossbritannien und anderen Ländern wurden seit Freitag Omikron-Fälle bekannt.

Das neue Coronavirus Omikron werde früher oder später den Weg in die Schweiz finden. Davon ist die Chefin der wissenschaftlichen Taskforce, Tanja Stadler, überzeugt. Die Schweiz verfüge über ein Zeitfenster, das sie nutzen müsse, um sich vorzubereiten. Wie gefährlich das mutierte Virus sei, lasse sich noch nicht abschätzen, sagte Stadler in einem Interview mit der "NZZ am Sonntag". Bekannt sei, dass sich genesene und geimpfte Personen mit der neuen Variante angesteckt hätten.

(AWP/Reuters)