Paris fordert im Handelsstreit mit USA europäische Antwort

Im Handelsstreit mit den USA wegen rechtswidriger EU-Subventionen für Airbus bereitet sich die französische Regierung auf Vergeltungsmassnahmen vor. Die Antwort auf US-Strafzölle müsse auf europäischer Ebene abgestimmt werden, sagte Regierungssprecherin Sibeth Ndiaye am Donnerstag den Sendern BFMTV und RMC. Welche US-Produkte betroffen sein könnten, liess sie offen. Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire sagte, US-Sanktionen seien "ein wirtschaftlicher Fehler und ein politischer Fehler".
03.10.2019 11:18

Die USA hatten zuvor angekündigt, Strafzölle in Milliardenhöhe auf Importe aus der EU zu verhängen. Vom 18. Oktober an wird bei der Einfuhr von Flugzeugen eine zusätzliche Abgabe von 10 Prozent erhoben, bei zahlreichen anderen Produkten wird es ein Strafzoll von 25 Prozent sein, wie ein ranghoher Beamter des US-Handelsbeauftragten am Mittwoch gesagt hatte. Schlichter der Welthandelsorganisation (WTO) hatten Washington erlaubt, wegen der Subventionen für den europäischen Flugzeugbauer Airbus Strafzölle auf Waren im Wert von 7,5 Milliarden Dollar zu erlassen.

"Wir haben den Vereinigten Staaten seit mehreren Monaten immer gesagt, dass es besser ist, Verhandlungslösungen zu finden als sich in Handelskonflikte zu begeben", sagte Regierungssprecherin Ndiaye./cb/DP/jha

(AWP)