Parlament in Italien billigt milliardenschweres Banken-Rettungspaket

Das italienische Parlament hat die Regierungspläne für neue Schulden angesichts der sich verschärfenden Bankenkrise gebilligt.
21.12.2016 12:37
Statue vor dem Hauptsitz der Banca Monte dei Paschi in Siena - die Krisenbank in Italien.
Statue vor dem Hauptsitz der Banca Monte dei Paschi in Siena - die Krisenbank in Italien.
Bild: Bloomberg

Die Mehrheit der Senatoren und Abgeordneten nickte am Mittwoch den Vorschlag des Ministerrats ab, die Staatsverschuldung im Notfall um bis zu 20 Milliarden Euro zu erhöhen, um im Notfall angeschlagene Banken retten zu können. Ministerpräsident Paolo Gentiloni hatte am Montag nach Bekanntwerden der Pläne betont, dass es sich dabei um eine Vorsichtsmassnahme handele.

Die Lage bei der italienischen Krisenbank Monte dei Paschi di Siena spitzt sich allerdings derweil zu. Die flüssigen Mittel könnten weniger lange als erwartet und nur noch für vier Monate reichen, teilte das Institut am Mittwoch mit. Die Aktie brach am Morgen an der Mailänder Börse um 12 Prozent ein, wurde kurzzeitig vom Handel ausgesetzt und lag am Mittag um 6 Prozent im Minus. Das Geldhaus versucht derzeit eine Kapitalerhöhung. Sollte diese scheitern, könnte es Staatshilfe beantragen.

(AWP)