Pence: Pompeo reist nach Angriff auf Ölanlagen nach Saudi-Arabien

Nach dem Angriff auf wichtige Ölanlagen in Saudi-Arabien will US-Aussenminister Mike Pompeo nach Angaben von Vizepräsident Mike Pence noch am Dienstag zu einer Reise in das Königreich aufbrechen. Pompeo wolle mit der saudischen Führung die Reaktion auf die Angriffe besprechen, sagte Pence bei einer Ansprache bei der konservativen Heritage Foundation in Washington. Es sehe danach aus, dass der Iran der Urheber der Angriffe gewesen sei. Die Geheimdienste überprüften entsprechende Hinweise derzeit. "Wir beraten mit unseren Verbündeten, und der Präsident wird in den kommenden Tagen die beste Vorgehensweise bestimmen."
17.09.2019 18:20

Pence sagte, die USA wollten keinen Krieg. Sie seien aber bereit dazu, ihre Interessen und ihre Verbündeten in der Region zu verteidigen. Pence warf der Führung in Teheran vor, die Spannungen am Golf bewusst zu eskalieren. "Der Iran ist der führende staatliche Förderer von Terrorismus in der Welt und die grösste Bedrohung für Frieden und Sicherheit im Nahen Osten." Die USA würden ihre Strategie des maximalen Drucks auf Teheran aufrecht erhalten.

Die Huthi-Rebellen im Jemen hatten sich zu den Angriffen auf die Ölanlagen im benachbarten Saudi-Arabien bekannt. Pompeo hatte dennoch den Iran direkt dafür verantwortlich gemacht. Auch Trump nahm nach den Angriffen den Iran als möglichen Verantwortlichen ins Visier. Auf Pompeos öffentlichem Terminkalender stand am Dienstag keine Reise nach Saudi-Arabien. Dort war als einziger Termin ein Treffen mit dem Kronprinzen Bahrains, Salman bin Hamad Al Chalifa, am Nachmittag im State Department in Washington vorgesehen./cy/DP/jha

(AWP)