Petition gegen Mobilfunkstandard 5G übergeben

Gegnerinnen und Gegner des neuen Mobilfunkstandards 5G haben am Freitag den Bundesbehörden eine Petition übergeben. Nach eigenen Angaben sammelten sie knapp 40'000 Unterschriften.
18.10.2019 16:12

Die Petition fordert einen sofortigen Stopp des Ausbaus von 5G in der Schweiz. Urheberin Notburga Klett zeigt sich überzeugt, dass die Technologie schädlich ist. Als Therapeutin kenne sie die Risiken durch Mikrowellenfunk, schreibt sie in einer Mitteilung.

Aus Sicht der 5G-Gegnerinnen und -Gegner kommt der Bund seiner Pflicht nicht nach, die Gesundheit und Umwelt zu schützen. Ausserdem vernachlässige er seine Aufklärungspflicht über die Auswirkungen auch bisheriger Frequenzen und Funktechnologien.

Gegen 5G ist auch eine Volksinitiative lanciert worden. Deren Text wurde diese Woche im Bundesblatt veröffentlicht. Damit können die Initianten mit der Unterschriftensammlung beginnen. Aus Sicht des Bundesrates genügen die geltenden Grenzwerte für die Strahlung von Mobilfunkanlagen, um das Risiko von Gesundheitsschäden zu minimieren.

Der Mobilfunkstandard macht das mobile Surfen im Internet etwa 100 Mal schneller als 4G. Zudem werden die Antwortzeiten viel kürzer, was eine Voraussetzung für autonomes Fahren mit vernetzten Autos und andere Technologien ist. Andererseits dringen die hohen Frequenzen weniger gut ins Gebäudeinnere, weshalb tendenziell höhere Sendeleistungen oder ein dichteres Netz nötig sind.

(AWP)