Pleitenbank - Gläubiger deutscher Lehman-Tochter bekommen alles zurück

Neun Jahre nach der Pleite der US-Bank Lehman ist das Insolvenzverfahren über die deutsche Tochtergesellschaft so gut wie beendet.
16.11.2017 07:27
Ein Mitarbeiter von Lehman Brothers verlässt nach der Firmenpleite am 15. September 2008 den Hauptsitz in New York.
Ein Mitarbeiter von Lehman Brothers verlässt nach der Firmenpleite am 15. September 2008 den Hauptsitz in New York.
Bild: youtube

Die 750 Gläubiger der Frankfurter Lehman Brothers Bankhaus AG werden vollständig entschädigt, wie Insolvenzverwalter Michael Frege im Interview mit der Fachzeitschrift "INDat" berichtet.

Aus der Insolvenzmasse von rund 17 Milliarden Euro wurden zudem Steuern und das nicht näher bezifferte Millionen-Honorar der Insolvenzverwaltung durch Frege und seine Kanzlei CMS Hasche Sigle bezahlt. Das Verfahren werde voraussichtlich noch in diesem Jahr vom Amtsgericht Frankfurt geschlossen, kündigte der Verwalter an.

Von der Pleite waren auch rund 50 000 deutsche Kleinanleger betroffen, die in der Regel für ihre Zertifikate der niederländischen Lehman-Tochter weniger Entschädigung erhalten haben.

(AWP)