Polizei durchsucht Mirabaud-Büros in Spanien

Zwei Büros der Genfer Privatbank Mirabaud in Spanien sind am Mittwoch von Beamten der spanischen «Guardia Civil» durchsucht worden.
01.07.2016 16:00
Blick auf Genf: Die Genfer Privatbank Miraubaud hat in Spanien Besuch der Polizei erhalten.
Blick auf Genf: Die Genfer Privatbank Miraubaud hat in Spanien Besuch der Polizei erhalten.
Bild: cash

Die Massnahme sei im Rahmen einer Untersuchung der spanischen Staatsanwaltschaft über die "Falciani"-Liste angeordnet worden, wie die spanische Nachrichtagentur Efe schreibt.

Die Beamten hätten Informationen im Zusammenhang mit der von Mirabaud übernommenen Investment-Gesellschaft Venture Finanzas gesucht, die der Geldwäscherei verdächtigt wird. Laut der spanischen Agentur wurden auch der Wohnsitz des ehemaligen Präsidenten der Venture Finanzas sowie der Arbeitsplatz eines ehemaligen Angestellten und heutigen freien Mitarbeiters bei der spanischen Bank Sabadell durchsucht.

Die Genfer Bank bestätigte am Freitag gegenüber der AWP, dass die spanischen Behörden in den Büros in Madrid und Barcelona Informationen verlangt hätten. Die Bank betonte zudem, umfassend mit den Behörden zusammenzuarbeiten.

Die Untersuchungen sollen sich auf Kundendaten stützen, die der frühere Informatiker der HSBC Schweiz, Hervé Falciani, bei seiner ehemaligen Arbeitgeberin kopiert und ausländischen Stellen angeboten hatte. Im November 2015 hatte ihn das Bundesstrafgericht wegen "wirtschaftlichen Nachrichtendienstes" zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt.

Mirabaud hatte sich 2009 mit 25% an Venture Finanzas beteiligt und 2011 das gesamte Aktienkapital übernommen.

(AWP)