Postcom kritisiert geplante Schliessung zweier Poststellen

Die Postkommission kritisiert die Schliessung der Poststellen in Unterseen BE und Hirzel ZH. Grund dafür ist, dass die Post angrenzende Gemeinden nicht konsultiert hat.
13.03.2017 11:57

Gemäss Postverordnung muss die Post auch mitbetroffene Gemeinden anhören, wie die Eidg. Postkommission PostCom am Montag mitteilte. Dies sei in den Fällen von Habkern BE und Schönenberg ZH unterlassen worden.

In ihrer Praxis anerkennt die Aufsichtsbehörde der Post die Betroffenheit einer Gemeinde, wenn diese selber keine Poststelle hat und die nächst gelegene geschlossen werden soll. Da die formellen Kriterien nicht erfüllt wurden, prüfte die PostCom die weiteren Voraussetzungen für die Schliessung der beiden Poststellen Unterseen und Hirzel gar nicht.

Die Post muss das Versäumnis nun aufholen und einen Zusatzbericht über die Dialogführung verfassen. Die betroffenen Gemeinden erhalten danach die Möglichkeit, gegen den Entscheid der Post zu protestieren. Gemäss Mitteilung darf die Post vorher die Poststellen Unterseen und Hirzel nicht schliessen.

Zugestimmt hat die PostCom hingegen die Umwandlungen der vier Poststellen Neuchâtel 9 La Coudre, Turtmann-Unterems VS und Noville VD. Auch für die ersatzlose Aufhebung der Poststelle im Regionalspital Sitten gab die PostCom ihre zustimmende Empfehlung ab.

Die Entscheide der Post ermöglichten "nach wie vor eine gute postalische Grundversorgung in den fraglichen Gebieten", heisst es weiter.

(AWP)