Presse: Berlin sieht bei hartem Brexit Finanzmarktstabilität gefährdet

Das Bundesfinanzministerium befürchtet laut einem Pressebericht im Falle eines harten Brexit Turbulenzen an den Finanzmärkten. Sollten sich EU und Grossbritannien nicht rechtzeitig auf einen Austrittsvertrag einigen, könnte "die Finanzmarktstabilität gefährdet werden", berichtete das "Handelsblatt" am Montag vorab. Die Zeitung berief sich auf ein internes Papier des Bundesfinanzministeriums.
27.03.2017 19:34

Demnach befürchten die Beamten von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), dass die knappe Verhandlungszeit von zwei Jahren bis zum Abschluss eines Freihandelsabkommens mit den Briten nicht reichen könnte. Das berge im Finanzmarktbereich "erhebliche" Risiken. Daher sollte es Übergangslösungen geben, hiess es.

Ein abrupter Austritt Grossbritanniens könne "Verwerfungen auslösen", hiess es weiter in dem Bericht. So dürften beispielsweise britische Banken ihre Dienstleistungen nicht mehr in der EU anbieten, Banken aus der EU wiederum würde der Zugang zum Finanzplatz London verbaut. In diesem Fall fürchten die Beamten des Finanzministeriums ausserdem "gravierende ökonomische und stabilitätsrelevante Folgen"./jkr/stb

(AWP)