Presse: Deutsche Regierung senkt Konjunkturprognose

Die Bundesregierung hat laut einem Pressebericht ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr deutlich heruntergeschraubt. In seiner Herbstprognose gehe das Bundeswirtschaftsministerium von einem Anstieg der Wirtschaftsleistung (BIP) in Höhe von 1,8 Prozent aus, berichtet das "Handelsblatt" am Freitag vorab und berief sich dabei auf Informationen aus Regierungskreisen. Im Frühjahr war die Regierung noch von einem Wachstum von 2,3 Prozent ausgegangen.
05.10.2018 13:32

Für das kommende Jahr rechne die Regierung mit einem Wachstum von zwei Prozent, hiess es weiter in dem Zeitungsbericht. Allerdings räumte das "Handelsblatt" ein, dass sich die Zahlen bis zur Vorstellung der offiziellen Herbstprognose noch leicht ändern könnten.

Ein wesentlicher Grund für die Reduzierung der Prognose sei eine schwächer laufende Weltwirtschaft, schreibt das Blatt. Die Binnennachfrage sei zwar weiter robust, allerdings sei der Pkw-Absatz aufgrund neuer Abgastests zuletzt eingebrochen. Zudem sei eine statistische Revision für das Jahr 2017 nötig gewesen, aufgrund der allein die Prognose für 2018 um 0,2 Prozentpunkte gesenkt werden musste.

Auch wenn die Prognose spürbar gesenkt wurde, sei der Aufschwung intakt, das Wachstum liege immer noch merklich über dem Potenzialwachstum, hiess es weiter im Blatt. Steuereinnahmen und Beschäftigung würden sich daher weiterhin gut entwickeln.

Mit ihrer neuen Prognose ist die Bundesregierung leicht optimistischer als die führenden Wirtschaftsinstitute, die für das laufende Jahr ein Wachstum von 1,7 Prozent erwarten. Die Herbstprognose wird am kommenden Donnerstag vorgestellt und ist die Basis für die neue Steuerschätzung Anfang November./jkr/jha/

(AWP)