Presse: EU-Kommission will Apples Steuerdeals in Irland ablehnen

BRÜSSEL/DUBLIN (awp international) - Die EU-Kommission will laut Medienberichten die Steuerkonditionen für Apple in Irland für unzulässige Beihilfen erklären. Die Entscheidung könne bereits am Dienstag bekanntgegeben werden, berichteten am Montag der irische Sender RTE, der Finanzdienst Bloomberg und die "Financial Times" unter Berufung auf informierte Personen. Für Apple könnte dies die Aufforderung zur Folge haben, potenziell Milliarden an Steuern an Irland nachzuzahlen.
29.08.2016 22:08

Die EU-Kommission erklärte bereits im Zuge ihrer jahrelangen Ermittlungen, Apple habe nach ihrer zwischenzeitlichen Einschätzung günstigere Steuer-Konditionen bekommen, um den Konzern für die Ansiedlung in Irland mit der Schaffung von Jobs zu gewinnen. Damit wäre das eine wettbewerbswidrige Beihilfe.

Die irische Regierung hatte schon angekündigt, sie wolle vor Gericht ziehen, wenn die Kommission die Steuerdeals für unzulässig erklären sollte. Auch Apple schloss einen solchen Schritt nicht aus.

Apple lässt einen erheblichen Teil des weltweiten Geschäfts über Tochterunternehmen in Irland laufen. Daher könnte es für den Konzern auch um viel Geld gehen.

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(AWP)