Presse: Haus von Ex-Renault-Chef Ghosn bei Paris durchsucht

Das Haus des Ex-Renaultchefs Carlos Ghosn in der Nähe von Paris ist Berichten zufolge am Donnerstag durchsucht worden. Grund hierfür seien Ermittlungen zur Finanzierung seiner Hochzeit im Schloss Versailles, berichtete die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft Nanterre. Demnach waren Mitarbeiter der Zentralstelle zur Bekämpfung von Korruption sowie Finanz- und Steuerdelikten in der Gemeinde Etang-la-Ville im Einsatz.
13.06.2019 20:07

Der französische Autobauer Renault hatte Anfang des Jahres angekündigt, die Justiz wegen mutmasslicher persönlicher Vorteilsnahme Ghosns einzuschalten. Konkret ging es um die Hochzeitsparty des Automanagers im Oktober 2016 im Schloss Versailles. Ghosn wird vorgeworfen, persönlich von einem Sponsoring-Vertrag zwischen Renault und dem historischen Barockschloss profitiert zu haben. Dabei ging es nach Angaben von Renault um eine Summe von rund 50 000 Euro. Ghosns Anwalt sprach damals von einem "Missverständnis" und erklärte, dass der Manager bereit sei, das Geld zurückzuzahlen.

Nach der Verhaftung Ghosns in Japan war das von ihm geschaffene und kontrollierte französisch-japanische Auto-Bündnis zwischen Renault, Nissan und Mitsubishi in eine schwere Krise geraten. Ghosn war ein Verstoss gegen Börsenauflagen in Japan vorgeworfen worden./nau/DP/fba

(AWP)

 

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