Presse: Norwegischer Öltanker brennt nach Vorfall

Die norwegische Reederei Frontline hat Medienberichten zufolge bestätigt, dass ihr Öltanker "Front Altair" in einen Zwischenfall vor der Küste des Omans verwickelt ist. Das Schiff brenne, berichtete die norwegische Zeitung "VG" am Donnerstag unter Verweis auf Angaben eines Unternehmenssprechers. Alle 23 Menschen an Bord befänden sich aber in Sicherheit. Ob die "Front Altair" angegriffen worden sei, wollte der Sprecher demnach nicht bestätigen.
13.06.2019 11:08

Die omanische Küstenwache erklärte der norwegischen Zeitung "Dagbladet", es habe einen Angriff gegeben. Es sei zu einer Explosion an Bord des norwegischen Schiffes gekommen, sagte ein Küstenwachensprecher der Zeitung. Demnach geschah der Vorfall in iranischen Gewässern. Deshalb stehe man in Kontakt mit den iranischen Behörden, wurde der Sprecher vom "Dagbladet" zitiert.

Frontline war auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur zunächst für keinen Kommentar zu erreichen. Norwegens Ministerpräsidentin Erna Solberg sagte auf einer Pressekonferenz, sie habe bislang keine Informationen zu dem Fall.

Der Öltanker "Front Altair" wurde 2016 gebaut und fährt unter der Flagge der Marshallinseln. Er ist 252 Meter lang und 44 Meter breit. Frontline gilt als die grösste Tankerflotte der Erde. Sie befindet sich im Besitz des norwegischen Milliardärs John Frederiksen./trs/DP/jha

(AWP)