Presse: Trump drängt bei Stahlimporten trotz Entgegenkommen aus China auf Zölle

US-Präsident Donald Trump hat einem Zeitungsbericht zufolge im vergangenen Monat einen Vorschlag aus China zur Reduzierung der Stahlüberkapazitäten trotz Befürwortung einiger seiner Top-Berater abgelehnt. Vielmehr dränge Trump diese, Wege zu finden, um China Importzölle aufzuerlegen, berichtet die "Financial Times" in der Nacht zum Dienstag unter Berufung auf mit der internen Debatte vertraute Personen. Kurz nach dem G20-Treffen im Juli in Hamburg, auf dem der US-Präsident China kritisiert hatte, den Weltmarkt mit billigen Stahl zu überfluten, habe Peking vorgeschlagen, die Stahlüberkapazitäten um 150 Millionen Tonnen bis 2022 abzubauen.
29.08.2017 10:53

Der Präsident habe entschieden, dass er etwas "viel grösseres" haben wolle, zitiert die Zeitung einen Beamten. Die Chinesen hätten die Stahlmengen deutlich reduzieren wollen, die Menge spiele aber bis jetzt keine Rolle, da sich der Präsident entschlossen habe, einen anderen Weg zu gehen - mehr in Richtung Zölle als Überkapazitäten abzubauen. Ein Pressesprecher aus dem Weissen Haus wollte der Zeitung zufolge dies nicht kommentieren. Die chinesische Botschaft habe mehrere Anfragen nicht beantwortet./mne/nas/stb

(AWP)