Razzia der EU bei Papier-Herstellern in Österreich und Schweden

Die EU hat auf der Suche nach Wettbewerbsverstössen die Büros des Verpackungs- und Papierkonzerns Mondi in Wien und des schwedischen Unternehmens BillerudKorsnäs durchsucht. Das bestätigten beide Unternehmen am Mittwoch. Die Ermittlungen betreffen laut Mondi die Bereiche Kraftpapier, das zum Beispiel für Einkaufstaschen verwendet wird, und Industrietaschen. Der britisch-südafrikanische und der schwedische Konzern sicherten zu, vollumfänglich mit den Behörden zu kooperieren. Die Firma sei sich keines Fehlverhaltens oder Verstosses gegen Gesetze bewusst, hiess es bei Mondi.
08.03.2017 11:12

Die EU-Wettbewerbshüter hatten bereits vor einem Jahr den Verdacht, dass die Papierindustrie in einigen Bereichen gegen europäische Wettbewerbsbestimmungen wie Preisabsprachen oder Marktaufteilung verstossen haben könnte. Die Mondi-Gruppe, deren Geschäfte ausserhalb Afrikas von Wien aus geleitet werden, hat in 30 Ländern rund 25 000 Mitarbeiter. 2016 betrug der Umsatz 6,7 Milliarden Euro./mrd/DP/tos

(AWP)