Rechnungshof: EU-Jugendgarantie wird Erwartungen nicht gerecht

Im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit kommt die Europäische Union trotz Milliardeninvestitionen nicht so voran wie geplant. Mit Hilfe der sogenannten Jugendgarantie seien zuletzt zwar einige Fortschritte erzielt worden, urteilen Experten des Europäischen Rechnungshofs in einem am Dienstag veröffentlichten Sonderbericht. Keiner der besonders betroffenen Staaten haben aber die ursprünglichen Erwartungen an das Programm erfüllen können.
04.04.2017 11:42

"Mitte 2016 waren in der gesamten EU immer noch über vier Millionen junger Menschen unter 25 Jahren arbeitslos", kommentierte die für den Berichte zuständige Rechnungsprüferin Iliana Ivanova. "Die politischen Entscheidungsträger sollten dafür sorgen, dass mit den Programmen zur Unterstützung junger Menschen keine Erwartungen geweckt werden, die nicht erfüllt werden können."

Die Jugendgarantie soll eigentlich sicherstellen, dass allen beschäftigungslosen jungen Menschen zwischen 15 und 24 Jahren innerhalb von vier Monaten entweder eine Arbeitsstelle, ein Praktikums- oder ein Weiterbildungsplatz beschafft wird. Dafür und für andere Massnahmen stehen bis 2020 insgesamt 6,4 Milliarden Euro bereit./aha/DP/fbr

(AWP)