Rechnungshof: Grosse Defizite bei Energiewende

Der Bundesrechnungshof sieht bei der Umsetzung der milliardenteuren Energiewende erhebliche Defizite und macht dem zuständigen Bundeswirtschaftsministerium schwere Vorwürfe. Die Energiewende werde schlecht koordiniert und gesteuert, entscheidende Verbesserungen seien "unumgänglich", heisst es in einem Prüfbericht der Finanzkontrolle. Dieser liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.
28.09.2018 06:33

Die Pläne für den Umstieg auf erneuerbare Energien drohten zu scheitern. In den letzten fünf Jahren seien dafür mindestens 160 Milliarden Euro aufgewendet worden. "Steigen die Kosten der Energiewende weiter und werden ihre Ziele weiterhin verfehlt, besteht das Risiko des Vertrauensverlustes in die Fähigkeit von Regierungshandeln."

Trotz eines erheblichen Einsatzes von Personal und Finanzmitteln erreiche Deutschland die Ziele bei der Umsetzung bisher überwiegend nicht, heisst es in dem Bericht des Rechnungshofs an Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat.

Bei der Energiewende sollen Energiequellen wie Kohle, Gas und Atomkraft durch umweltfreundliche Energieträger wie Sonne und Wind ersetzt werden. Deutschland gilt dabei weltweit als Vorreiter./hoe/DP/zb

(AWP)

 
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