Rhön-Klinikum erwartet Gerichtsverfahren bei Streit mit Hessen um Uni-Kliniken

BAD NEUSTADT (awp international) - Der Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum sieht die Gespräche mit dem Land Hessen über die gemeinsame Finanzierung von Forschung und Lehre an den Uni-Kliniken Marburg und Giessen vor dem Scheitern. "Die letzte Einigung mit den Universitäten erfolgte 2008/2009. Seitdem sind alle Bemühungen erfolglos geblieben, sich mit den Universitäten und dem Land auf eine angemessene Finanzierung der staatlichen Aufgaben zu einigen", teilte Rhön am Donnerstag mit. Deshalb sei wohl ein langwieriges Schieds- und Gerichtsverfahren unausweichlich. Beim Gesundheitsministerium des Landes Hessen war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.
15.12.2016 10:17

Laut Rhön geht es dabei aktuell pro Jahr um ungedeckte Ausgaben von rund 25 Millionen Euro. Die absehbar weiter steigenden Kosten für Forschung und Lehre könnten auf Dauer nicht auf Basis der vorläufigen Einigung finanziert werden. Rhön gibt sich zuversichtlich, in den "bevorstehenden Schieds- und Gerichtsverfahren unsere berechtigten Forderungen durchsetzen" zu können. Allerdings sei man auch für weitere Gespräche und eine "konstruktive aussergerichtliche Lösung" offen./stk/fbr/stb

(AWP)