Richemont: Einigung über neuen Sozialplan bei Piaget und Vacheron Constantin

Bern (awp/sda) - Bei Richemont wird weniger Angestellten gekündigt als geplant. Stattdessen unterstützt der Sozialplan freiwillige Abgänge. Verbessert wurde der Sozialplan zudem für diejenigen, die entlassen werden. Dieses Verhandlungsergebnis meldete am Freitag die Gewerkschaft Unia.
09.12.2016 18:26

Das Ergebnis sei von den Beschäftigten der Richemont-Uhrenmarken Piaget und Vacheron Constantin akzeptiert worden, schreibt die Unia in einer Mitteilung. Richemont will dort 211 Stellen abbauen. Am Dienstag hatten die Angestellten einen ersten Sozialplan abgelehnt und stattdessen die Einführung von Kurzarbeit gefordert.

Den Stellenabbau konnten sie nun zwar nicht abwenden. Dafür erreichten sie laut Mitteilung, dass die Abgangsentschädigungen um 15 Prozent erhöht werden und für ältere Angestellte um 20 Prozent. Die Outplacement-Massnahmen zur Stellensuche wurden verbessert und das Budget für Weiterbildungen für entlassene Mitarbeiter erhöht.

Begeisterung aber ruft auch dieser Plan nicht hervor: Angesichts der finanziellen Möglichkeiten von Richemont sei der Sozialplan an den Generalversammlungen des Personals als minimalistisch kritisiert worden, schreibt die Unia.

Die Gewerkschaft bezeichnete es als schockierend, dass finanziell gesunde Firmen solche Massenentlassungen vornehmen könnten. Sie fordert deshalb eine Anpassung der gesetzlichen Rahmenbedingungen.

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(AWP)