Rohstoff - Trump spricht mit Saudi-König über Ölpreisanstieg

Im Kampf gegen steigende Ölpreise erhöht US-Präsident Donald Trump seinen Druck auf die Opec. Dazu telefonierte er am Samstag mit Saudi-Arabiens König Salman.
30.09.2018 12:11
US-Präsident Donald Trump.
US-Präsident Donald Trump.
Bild: Bloomberg

Der staatlichen saudiarabischen Nachrichtenagentur SPA zufolge sprachen die beiden über Bemühungen, die Ölversorgung aufrechtzuerhalten, um die Stabilität des Marktes und das Wachstum der Weltwirtschaft zu unterstützen. Dem US-Präsidialamt zufolge ging es bei der Unterredung um Themen von "regionalem Interesse". Details wurden nicht genannt.

Im Vorfeld der Kongresswahlen Anfang November hatte Trump die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) zuletzt mehrfach aufgerufen, ihre Produktion auszuweiten, um für niedrigere Ölpreise zu sorgen. Vergangene Woche bekräftigte er diese Forderung in seiner Rede vor der UN-Vollversammlung. Trump warf Opec-Ländern vor, den Rest der Welt "abzuzocken", während sie von den USA geschützt würden. Saudi-Arabien ist der weltgrösste Ölexporteur und hat in der Opec faktisch das Sagen.

Infolge neuer US-Sanktionen gegen den Iran drohen Ausfälle von Öllieferungen aus dem Land. Dies hat die Ölpreise in den vergangenen Monaten nach oben getrieben. Die Sorte Brent war so teuer wie seit vier Jahren nicht mehr. Es wird damit gerechnet, dass Saudi-Arabien seine Produktion ausbauen wird, um den Rückgang im Iran auszugleichen. Eine sofortige Anhebung der offiziellen Fördermengen schliesst die Opec aber bislang aus.

(Reuters)

 
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