Royal Bank of Scotland zahlt 5,5 Milliarden US-Dollar in US-Hypothekenstreit

Das britische Geldhaus Royal Bank of Scotland (RBS) hat sich im Streit mit US-Behörden um Geschäfte mit faulen Hypothekenpapieren auf einen milliardenschweren Vergleich geeinigt. Die Bank zahle im Rahmen eines Kompromisses mit der Aufsichtsbehörde Federal Housing Finance Agency (FHFA) 5,5 Milliarden US-Dollar (4,8 Mrd Euro), wie RBS und FHFA am Mittwoch mitteilten. Damit legt die Bank einen seit Jahren andauernden Rechtskonflikt mit der US-Behörde bei, die für die in der Finanzkrise verstaatlichten Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac zuständig ist.
12.07.2017 15:44

Die FHFA hatte 2011 insgesamt 18 Banken verklagt. Sie hatten Fannie Mae und Freddie Mac mit Häuserkrediten abgesicherte Wertpapiere verkauft, die in der Finanzkrise massiv an Wert verloren. Die Risiken der Papiere sollen dabei verschleiert worden sein. Fannie und Freddie mussten mit Milliarden an Steuergeld gerettet werden. Die FHFA hat sich inzwischen mit 17 der Geldhäuser auf Vergleiche geeinigt. Aus dem Schneider ist die RBS, die für einen Grossteil der Vergleichssumme Rückstellungen gebildet hat, aber noch nicht. Das US-Justizministerium, ermittelt in dem Fall weiter./hbs/DP/jha/

(AWP)