Russischer Staatsfonds hofft auf bessere Geschäfte unter Trump

Russland erwartet unter dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump bessere Geschäfte mit US-Firmen. "Wir hoffen auf die Trump-Administration. Sie verfolgt einen pragmatischeren Ansatz", sagte der Chef des russischen Staatsfonds für Direktinvestitionen (RDIF), Kirill Dmitrijew, der Deutschen Presse-Agentur am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos.
19.01.2017 06:41

"Die Trump-Administration hat sich bereits positiv über Russland geäussert, sie ist bereit, mit Russland zusammenzuarbeiten", betonte Dmitrijew. "Wir erwarten, dass der Druck (auf Unternehmen) sinken wird." Bereits im Frühling werde eine grosse US-Delegation in Russland erwartet.

In Davos traf sich Dmitrijew mit dem Trump-Berater Anthony Scaramucci, wie die Agentur Tass meldete. Scaramucci bestätigte US-Medien das Treffen, machte aber keine näheren Angaben. Die USA haben wegen des Ukraine-Konflikts Sanktionen auch gegen den RDIF verhängt. Als Grund nennt das US-Finanzministerium enge Beziehungen des Staatsfonds zur staatlichen Wneschekonombank. Trump hatte angedeutet, die Sanktionen gegen Russland zu überdenken.

Die westlichen Strafmassnahmen gegen Russland hätten europäische Firmen bisher rund 100 Milliarden US-Dollar und US-Unternehmen etwa 70 Milliarden Dollar gekostet, sagte Dmitrijew. Er räumte ein, dass auch russische Firmen "signifikante Verluste" von mehreren Dutzende Milliarden Dollar erlitten hätten. Der Staatsfonds hilft Investoren, sich in Russland zu engagieren. Derzeit verfüge der RDIF über 40 Milliarden Dollar, davon habe die russische Regierung 10 Milliarden Dollar beigesteuert, sagte Dmitrijew.

Auch zahlreiche deutsche Unternehmen hätten Interesse an einem Engagement in Russland, sagte der RDIF-Chef. "Vor allem Mittelständler bieten viele interessante Technologien."/bvi/DP/zb

(AWP)