Russland-Kontakte - US-Senatoren wollen Trump-Sohn befragen

Donald Trumps gleichnamiger Sohn gerät zunehmend ins Visier der Ermittlungen zu den Kontakten zwischen Russland und dem Umfeld des US-Präsidenten während der Wahl 2016.
11.07.2017 06:46
Wahlparty im November 2016 in den USA.
Wahlparty im November 2016 in den USA.
Bild: Bloomberg

Senatoren beider Parteien im Geheimdienstausschuss erklärten am Montag, sie wollten Donald Trump Jr. zu dessen Treffen mit einer russischen Anwältin während des Wahlkampfs befragen.

Laut "New York Times" soll sie kompromittierende Informationen über Hillary Clinton in Aussicht gestellt haben, der demokratischen Gegenkandidatin des Präsidenten. Trump Jr. erklärte auf Twitter, er werde gerne mit dem Ausschuss zusammenarbeiten. Der Anwalt Alan Futerfas sagte der Nachrichtenagentur Reuters, er sei von Trump Jr. in dem Fall mandatiert worden. Trump Sohn hat das Treffen bestätigt und erklärt, sein Vater habe davon nicht gewusst.

Die Zeitung "New York Times" berichtete nun ergänzend, Trump Jr. habe vor der Begegnung mit der Anwältin eine E-Mail des Publizisten Rob Goldstone erhalten. Darin habe dieser angedeutet, dass die Informationen über Clinton von der russischen Regierung stammten und diese Trump im Wahlkampf unterstützen wolle. Das Blatt berief sich auf drei Personen, die Kenntnis von der E-Mail hätten.

Mehrere Kongressausschüsse sowie ein Sonderermittler gehen dem Verdacht nach, Russland könne die US-Wahl zugunsten von Trump beeinflusst haben. Die Regierung in Moskau weist die Vorwürfe zurück. Der US-Präsident hat erklärt, es habe keine Absprachen gegeben.

(Reuters)