Russland will an Gegensanktionen möglichst lange festhalten

MOSKAU (awp international) - Russland will an seinen Gegensanktionen als Antwort auf westliche Strafmassnahmen möglichst lange festhalten. Das Einfuhrverbot für bestimmte EU-Lebensmittel helfe den russischen Produzenten, sagte Präsident Wladimir Putin am Dienstag in Moskau. Deshalb werde man sich mit einer Aufhebung Zeit lassen. "Wir zögern das so lange wie möglich hinaus", sagte er der Agentur Interfax zufolge. Russland habe nicht als erstes Sanktionen verhängt, sondern habe auf die "kurzsichtigen Massnahmen" der anderen Seite reagiert.
22.11.2016 17:34

Die EU und die USA haben 2014 Sanktionen erlassen wegen der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland und wegen des Moskauer Eingreifens in den Konflikt in der Ostukraine. Die Strafen reichen von Einreiseverboten und Kontensperren für Mitglieder der russischen Führung bis zu Sanktionen gegen den Finanz- und Energiesektor. Die Massnahmen treffen die russische Wirtschaft. Trotzdem werde nicht Moskau die Diskussion um eine Aufhebung beginnen, sagte Putins Sprecher Dmitri Peskow kürzlich./fko/DP/edh

(AWP)