Samsung-Debakel drückt Südkoreas Exporte

Seoul (awp/sda/reu) - Das Debakel bei Samsung um brennende Smartphones hat Auswirkungen auf Südkoreas Exporte. Die Ausfuhren fielen im Oktober um 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie die Regierung am Dienstag in Seoul bekanntgab.
01.11.2016 10:20

Im September hatte es sogar ein Minus von 5,9 Prozent gegeben. Wegen der Samsung-Krise brachen die Ausfuhren von Handys im vergangenen Monat um 28,1 Prozent ein und damit so kräftig wie seit mehr als vier Jahren nicht mehr. Der Elektronikriese stellte die Fertigung seines Smartphone-Flaggschiffs Galaxy Note 7 ein, nachdem sich mehrere Geräte entzündet hatten oder explodiert waren.

Belastet wurden die Exporte ausserdem vom Streik beim grössten Autohersteller des Landes, Hyundai. Dadurch schrumpften die Autolieferungen ins Ausland um mehr als elf Prozent. Teilweise wettgemacht wurde dies durch die steigende Nachfrage nach Halbleitern und anderen elektronischen Produkten. "Dank guter Ergebnisse wichtiger Exportprodukte wie Bildschirme, petrochemische Erzeugnisse und Computer dürften sich die Ausfuhrgeschäfte bis Jahresende verbessern", sagte Handelsminister Chae Hee-bong.

(AWP)