Sanktionen gegen Nordkorea sollen strikter umgesetzt werden

SEOUL (awp international) - Im Atomstreit mit Nordkorea wollen die USA und ihre ostasiatischen Verbündeten Südkorea und Japan dafür sorgen, dass die UN-Sanktionen gegen Pjöngjang besser umgesetzt werden. So wollen sie unter anderem rund um die Uhr Informationen darüber auszutauschen, ob die zuletzt vom UN-Sicherheitsrat geforderte Obergrenze für nordkoreanische Kohleexporte und andere Massnahmen gegen Devisenzuflüsse nach Nordkorea auch eingehalten werden. Darauf einigten sich am Dienstag die Atomunterhändler der drei Länder bei einem Treffen in Seoul.
13.12.2016 15:27

"Sanktionen sind Mittel, nicht Selbstzweck", sagte der US-Sonderbeauftragte für die Nordkorea-Politik, Joseph Yun, vor Journalisten. Nordkorea sei derzeit nicht bereit, Gespräche über eine Denuklearisierung zu führen. Das hätten die Raketen- und Atomtests sowie die "aufhetzerische Rhetorik" Pjöngjangs gezeigt.

Der UN-Sicherheitsrat hatte Ende November die Sanktionen gegen Nordkorea wegen eines Atomtests im September - dem bisher fünften des Landes - verschärft. Mit den Resolutionen will der Rat dem Regime die finanziellen Mittel entziehen, um sich Bauteile für Atomwaffen zu beschaffen. Die neuen Massnahmen sehen unter anderem eine Obergrenze für Kohleausfuhren sowie Exportverbote für die Metall-Rohstoffe Kupfer, Nickel, Silber und Zink vor. Bisher hatten die Resolutionen aber nicht die gewünschte Wirkung gezeigt./dg/DP/stb

(AWP)