Saudi-Arabien: Öl-Förderkürzung womöglich gar nicht nötig

Eine Produktionskürzung zur Stabilisierung des Ölpreises ist aus Sicht von Saudi-Arabien womöglich gar nicht nötig.
27.11.2016 18:29
Der Nahe Osten auf einem Globus.
Der Nahe Osten auf einem Globus.
Bild: Pixabay

"Wir erwarten, dass die Nachfrage 2017 ermutigend sein wird", sagte der Energieminister des Landes, Khalid al-Falih, am Sonntag zu Journalisten. Angebot und Nachfrage könnten damit auch ohne Interventionen des Ölkartells Opec ein Gleichgewicht finden. Sollte die Opec eingreifen, werde der Prozess beschleunigt.

Wegen des riesigen Überangebots ist der Ölpreis seit Mitte 2014 massiv gefallen. In Algerien hatten sich die oft zerstrittenen Opec-Länder deswegen im September vorläufig darauf verständigt, die tägliche Förderung auf 32,5 bis 33 Millionen Fass zu senken. Es wäre die erste Drosselung seit 2008. Am Mittwoch treffen sich die zuständigen Opec-Minister in Wien, um endgültig einen Deal zu beschließen. Auch Nicht-Opec-Länder wie Russland sollen mitziehen.

Falih ergänzte, es müsse bei Opec-Treffen nicht zwingend über Förderkürzungen diskutiert werden. Ein stabiles Niveau könne auch gerechtfertigt sein, sollte sich die Nachfrage erholen.

(Reuters)